100 Jahre „Die Abenteuer des Prinzen Achmed“

 Buchvorstellung und Filmvorführung

3. September 2026, 18:00 Uhr,

100 Jahre „Die Abenteuer des Prinzen Achmed“




Im Mai 1926 hatte der erste abendfüllende Trickfilm der Welt Premiere in Berlin. Die Silhouettenkünstlerin Lotte Reiniger hatte diesen in jahrelanger Arbeit in der sogenannten Stop-Motion-Technik erschaffen. Anfang des Jahres erschien der biografische Roman „24 Bilder pro Sekunde“ der Autorin und Puppenspielerin Rike Reiniger (entfernt mit Lotte Reiniger verwandt).

Bei einer Lesung wird sie ihr Buch in der Puppentheatersammlung vorstellen.
Im Anschluss wird der Film in voller Länge gezeigt.
Das Buch kann vor oder nach der Lesung erworben werden.


Eintritt: 10,- €, ermäßigt 7,- €; Vereinsmitglieder 4,- € (nur Abendkasse)

Ort: Puppentheatersammlung, Kraftwerk Mitte

Anmeldungen unter: post@puppentheaterfreunde.de

Feststimmung auf dem Kraftwerk Mitte Fest

 Am Samstag, 5. September, findet von 11 - 19 Uhr wieder das große Sommerfest zur Spielzeiteröffnung im Kraftwerk Mitte statt.
Ein vielfältiges Programm mit Musik, Theateraufführungen, Aktivitäten für die gesamte Familie, Infoständen und natürlich einem großen Angebot an Speisen und Getränken wartet auf die Besucher.
Auch die Puppentheatersammlung wird sich wieder beteiligen, tatkräftig unterstützt von den Freunden der Puppentheatersammlung Dresden e. V.. Neben einem Infostand zur Sammlung und zum Verein wird es an diesem Tag erstmals die Gelegenheit geben, die neue Ausstellung „Bühne ohne Grenzen“ zu besichtigen. 
Außerdem wird es kleine Taschen zu erwerben geben, die Vereinsmitglieder aus alten Bannern der Puppentheatersammlung genäht haben.

Im Untergeschoss der Puppentheatersammlung wird es Vorstellungen des Marionettenvarietés fundus Marionetten geben.








Der Eintritt ist frei.

Das ganze Programm findet man hier: 

https://www.kraftwerk-mitte-dresden.de/besuchen-erleben/kraftwerk-mitte-fest/

Vortrag über ein Puppenspielgenie:

 

Donnerstag, 7. Mai 2026 – 18 Uhr

Kraftwerk Mitte, Puppentheaterssammlung


Johann Georg Geisselbrecht -

ein Puppenspielgenie der Goethezeit“


Vortrag von Lars Rebehn – Oberkonservator der

Puppentheatersammlung Dresden

Eintritt frei

Kein Puppenspieler lernte so viele bedeutende Leute seiner Zeit kennen, wie der Mechanikus Johann Georg Geisselbrecht (1762-1826). Er spielte zwischen 1799 und 1826 vor gekrönten und noch zu krönenden Häuptern wie den Herzogen von Sachsen-Meiningen und Sachsen-Gotha, den Großherzögen von Mecklenburg-Schwerin und Sachsen-Weimar-Eisenach und dem König von Preußen und seiner Familie, darunter dem späteren Kaiser Wilhelm I.

Nach Geisselbrechts Tod wurde sein Theater von Ludwig Bechstein und einigen seiner Freunde erworben, die Textbibliothek ließ der Weimarer Erbgroßherzog Carl Friedrich durch Goethes Schwager, den Bibliothekar Vulpius, ankaufen. Während die Marionetten als Vogelscheuchen endeten, werden die handschriftlichen Textbücher heute sorgsam im Weimarer Goethe- und Schiller-Archiv verwahrt.

Es entstanden Legenden über ihn, die die reale Person überdeckten. Plötzlich galt er als wunderlich und als gescheiterter Modernisierer. Dabei war er genau das Gegenteil. Er war ein Mensch, der sehr realistisch in die Welt schaute. Sein Kasper traf den Nagel auf den Kopf, auch wenn dies für manche unangenehm war.

Grundlage des Vortrags ist eine vierzigjährige Beschäftigung mit diesem „Puppenspielgenie“.