30 Jahre Freunde der Puppentheatersammlung Dresden e.V.
Wir bedanken uns bei allen Freunden und Unterstützern! Freuen Sie sich auf unsere Jubiläumsepisoden!

30 Jahre - 30 Jubiläen

Unser 30jähriges Jubiläum gibt uns den Anlass 30 Jubiläen (+3 Zusatzjubiläen) vorszustellen, die in engem Kontakt zur Puppentheatersammlung Dresden und / oder dem Verein stehen.

Feier anlässlich eines Abendvortrages von Kurator Lars Rebehn zum 65. Gebutrststag der Puppentheatersammlung Dresden 2017
 

Die Serie erscheint ab 02. April 2021 auf Instagram der Saatlichen Kunstsammlungen Dresden/Puppentheatersammlung

Zusammenfassend stellen wir alle Beiträge nachfolgend zusammen - bleiben Sie gespannt, wann ein neues Jubiläum erscheint.

 

 Dr. Erich Thomas

Dr. Thomas beim Ausflug mit der Belegschaft der Puppentheatersammlung 1990

Auch dieses Jubiläum lag bereits im vergangenen Jahr. Am 2. August 2020 wäre Dr. Erich Thomas 100 Jahre alt geworden. Der gebürtige Dresdner nahm von 1939 bis 1945 am Zweiten Weltkrieg als Soldat teil, studierte dann Medizin und verdiente sich sein Studium durch grafische Arbeiten. Danach war er Arzt für Lungenerkrankungen am Krankenhaus in Coswig. Nebenher war er stets auch künstlerisch tätig, schuf Ölgemälde und Grafiken. Seit den 1980er Jahren unterstützte er die Puppentheatersammlung bei ihren Ausstellungen. So gestaltete er Tafeln und fertigte Zeichnungen für Ausstellungen und die "Mitteilungen der Staatlichen Puppentheatersammlung Dresden" an. Auch für die Programmhefte der "Kasperiade" im Hohenhaus zeichnete er Vignetten. 1991 wurde er Gründungsmitglied der Freunde der Puppentheatersammlung Dresden e.V. und blieb interessiertes Mitglied bis zu seinem Tod am 21.10.2013.

Arbeitsplatz des Restaurator,
Zeichnung für die Mitteilungen der Puppentheatersammlung

Heft 2/1989, S. 17
, Inventarnummer C 10100

Trinker, Zeichnung nach einer Figur des russischen Puppenspielers Sergej Obraszow,
Kreide auf Velourspapier, Inventarnummer C 6875

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ambrella Figurentheater

Heike Klockmeier beim Stück „Heute: Genoveva“ anlässlich der
Verleihung des Ehrenpreises „Die Spielende Hand“ an Lars Rebehn am 9.10.2020


Heute vor genau sechs Monaten – am 9.10.2020 – erhielt Lars Rebehn, Kurator der Puppentheatersammlung, den Ehrenpreis des Verbands Deutscher Puppentheater „Die spielede Hand“. Aus diesem Anlass reisten Heike Klockmeier und Jürgen Maaßen – zusammen das „Ambrella Figurentheater“ - extra aus Hamburg an, um beim Festakt die Vorstellung des Stückes „Heute: Genoveva!“ darzubieten. Dieses hatten sie in Zusammenarbeit mit Lars Rebehn entwickelt und erzählen dabei – mal mehr, mal weniger wahrheitsgetreu – Anekdoten aus der Geschichte des Puppenspiels. Ganz nebenbei feierte das Ambrella Figurentheater im letzten Jahr selbst 25. Jubiläum.

Ausschnitt aus dem Plakat zum Stück „Prinz Eselohr“
Hamburg 2001, Inventarnummer C 10638

 

Clown aus "Gleich kommt Ferdinand" (Probenfigur)
Hamburg 2002,
Inventarnummer A 6639,1



















Leopold Apel

Detail eines Theaterzettels zu einem von Leopold Apel bearbeiteten Stück,
Dresden um 1900, Inventarnummer C6797

Leopold Apel wurde vor 150 Jahren am 5. April in Ratsneudörfel bei Zwickau geboren. Leopold war der zweitälteste Sohn des Marionettenspielers Friedrich Albert Apel und seiner Frau Amalie, geb. Mosch. Bereits als Kind wirkte Leopold Apel im elterlichen Theater mit. Er führte nicht nur Schnitzarbeiten aus, sondern schrieb und bearbeitete auch Texte für die elterliche Marionettenbühne. Vermutlich schnitzte er später auch für andere Marionettenbühnen. Aufgrund der Trunksucht seines Vaters, verließ Leopold die Familie und ging zur Reichsbahn. Er verstarb am 1. Dezember 1942 in Dresden.

Seiltänzer mit Balancierstange
Sachsen, erste Hälfte 20. Jahrhundert,
Inventarnummer 10203
 
Lampenjongleur,
achsen, erste Hälfte 20. Jahrhundert,
Inventarnummer 10202
     











 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Helene Apel-Böttger

Helene Apel-Böttger bei der Feier zum 75. Bühnenjubiläum
des Apelschen Marionettentheaters in Dresden Friedrichstadt,
Foto aus Familienbesitz, Fotograf unbekannt, 1952, ohne Inventarnummer

Helene Apel-Böttger (25. Dezember 1877 Vielau - 3. April 1961 Dresden) wuchs im Apelschen Marionettentheater ihrer Eltern auf. Diese Bühne wurde bereits 1877 von Helenes Vater Albert Apel
(1847 – 1905) gegründet und beinhaltete zum Teil Marionetten, die bereits um 1800 entstanden sind. Als Helenes Vater das Theater aus gesundheitlichen Gründen ab 1892/93 nicht mehr als Prinzipal führen konnte, suchte ihre Mutter einen neuen Geschäftsführer. So übernahm 1901 Walter Böttger (1882 Leipzig – 1947 Dresden) die Theaterleitung und heiratete 1905 Helene. Nach dem Tod von Helenes Mutter führte sie gemeinsam mit ihrem Mann den Spielbetrieb fort. Sie reisten im Umkreis von Dresden und auch nach dem Tod von Walter betrieb Helene das Theater mit ihrem Sohn Albert (1909 – 1986) weiter. Endgültig aufgeben musste sie den Spielbetrieb 1952. Wie vielen Marionettenspielerbühnen wurde auch ihr die Zulassung von der Landesregierung Sachsen entzogen. Bis dahin war die Apelsche Puppenspielerfamilie eine der wichtigsten im Raum Dresden. Sie starb heute vor 60 Jahren. Ein Großteil des Fundus befindet sich in der Puppentheatersammlung Dresden.

Kasper, Sachsen um 1800, Inventarnummer 21983




 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Frau des Rokoko-Tanzpaares, Sachsen um 1800, Inventarnummer 21993


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mann des Rokoko-Tanzpaares, Sachsen um 1800, Inventarnummer 21990


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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