Kartenreservierungen für die "Wunderfitzigen Puppenspieltage"unter:
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Tel.: 0351/4914 3700

Wir bedanken uns bei Viba-Dresden (Viba Erlebnis-Confiserie und Café in der Altmarkt-Galerie Dresden) für die Unterstützung!
Ausgewählte Viba-Artikel erhalten Sie zu den Veranstaltungen der Puppenspieltage.





Vortrag - Mecki & Co


Die Trickfilme der Gebrüder Diehl aus Gräfelfing bei München
Vortrag von Günter Rätz, Dresden
Foto: Theater
Die Brüder Diehl – Ferdinand, Hermann und Paul – sind Pioniere des Trickfilms. 1929/30 entstand in Gräfelfing ihr erster Silhouettenfilm „Kalif Storch“. Von 1930 bis 1970 fertigten sie viele Animationsfilme mit be­weglichen Figuren. So entstanden Kurzfilmen für Schulen, Vorfilme fürs Kino, Werbung und sogar zwei abendfüllende Spielfilme. Berühmt wur­den sie durch „Den Wettlauf zwischen Hase und Igel“ (1937). Die Rund­funkzeitschrift Hörzu machte den Igel zu ihrem Redaktionsmaskottchen „Mecki“. Und Puppenspieler waren die Diehls auch. Als 1945 bis 1948 die Filmarbeit ruhte, zog Ferdinand Diehl mit einer Handpuppenbühne durch Bayern. Der bekannte Trickfilmregisseur Günter Rätz stellte in seinem Vortrag das Werk der Diehls vor.
 

Vortrag - „Kasper-Ost und Kasper-West“

Vortrag von Lars Rebehn
Foto: F. Höhler

Kasper ist in beiden deutschen Staaten übel mitgespielt worden. Im Westen galt er nach 1968 als autoritär und sogar faschistoid, im Osten wurde ihm bereits zu Beginn der 1950er Jahre fehlende Entwicklungsfähigkeit und mangelndes Klassenbewusstsein vorgeworfen. In der Konsequenz entwickelte sich das Spiel mit der Figur sehr unterschiedlich. Galten die westlichen Kasperspieler eher als rückständig, waren ihre Kollegen im Osten Avantgarde. Durch die DDR-Theaterwissenschaft in den später siebziger Jahren rehabiliert, konnte man den Kasper Sachen sagen lassen, die niemand anders so auf der Bühne hätte aussprechen können.